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„So steht es um die Kinder- und Jugendarbeit im Kreisgebiet“

Kreisjugendring berichtet im Jugendhilfeausschuss des Kreises

„Es geht mit der Kinder- und Jugendarbeit in Siegen-Wittgenstein wieder steil bergauf!“.

Diese Feststellung traf der Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein im Rahmen seines jährlichen Berichts im Jugendhilfeausschuss über die zum großen Teil ehrenamtlich getragenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Die gemeldeten Mitgliederzahlen in den Vereinen und Verbänden stiegen in 2023 auf 43.200 Personen an, die Anzahl der Mitarbeitenden erreicht mittlerweile mit 5.900 ebenfalls das Vor-Corona-Niveau.

„Die Vereine haben im Jahr 2023 in 329 Freizeitmaßnahmen über 8.000 Kinder und Jugendliche mit fast 2000 Mitarbeitenden betreut - das nennen wir mal ein richtig gutes Jahr!“ so die Aussage des Kreiskugendringes in seinem Bericht. Dabei liegen die mehrtägigen Freizeiten, wie Zeltlager oder Selbstversorgermaßnahmen, nach wie vor im Trend, wenn auch die Dauer der Touren insgesamt kürzer wird.

Eine gute Entscheidung des Ausschusses während der Pandemie war die Förderung der Tagesveranstaltungen, wovon knapp 130 Aktionen bezuschusst wurden. Dabei ging es nicht nur um eine Fahrt in einen Freizeitpark.Viele sportliche, kreative und erlebnisreiche  Aktionen bereicherten das vergangene Jahr. Ranger-Touren, Nistkästenbau, Songs schreiben und komponieren, Bogenschießen oder Escape-Room-Touren sprechen für ein breites Angebot der Vereine für die Kinder und Jugendlichen.

Der Kreis Siegen-Wittgenstein ermöglicht mit seinen Förderrichtlinien eine Bezuschussung der Aktivitäten und damit auch die Möglichkeit, die Aktionen der Vereine und Verbände für die Familien kostengünstig anzubieten.

„Gute Jugendarbeit braucht auch gut ausgebildete Mitarbeitende!“. Diesen Grundsatz konnte der Kreisjugendring durch seine Fortbildungsangebote für die  Vereine und Verbände bestätigen. Neben den klassischen Bildungsangeboten, wie z.B. Rettungsschwimmer- und Erste-Hilfe-Kursen, wurden in den 43 angemeldeten Fortbildungen auch aktuelle Themen, wie Nachhaltigkeit, Antisemitismus und Krisenmanagement geschult.
Veranstaltet von den Vereinen und dem Kreisjugendring fanden auch etliche Juleica-Schulungen statt. Die Teilnahme und der damit verbundene Nachweise bescheinigt, dass die Mitarbeitenden für die Arbeit mit den jungen Menschen qualifiziert sind.
Trotz der allgemein positiven Entwicklung und den guten Rahmenbedingungen klagen immer wieder einzelne Vereine auch über Probleme bei der Nachwuchsgewinnung in Bezug auf die Teilnehmenden und die Mitarbeitenden. Hier gilt es für die Zukunft neue Konzepte und neue Wege zu eröffnen.

Der Kreisjugendring betreut fachlich auch die insgesamt 19 Jugendeinrichtungen und mobilen Treffs im Kreisgebiet. Die bei freien Trägern oder bei den Kommunen angesiedelten Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) erfreuen sich einem hohen Stellenwert bei den Jugendlichen, da diese dort verlässliche Partner finden, die ihnen bei der Bewältigung und Ausgestaltung ihrer Lebenswelt unterstützend zur Seite stehen. Im Arbeitsfeld der OKJA lagen die Schwerpunkte im vergangenen Jahr auf Medienkompetenz, gemeinsamem Erleben und dem sozialen Miteinander.
„Die allgemeine Unsicherheit durch die globalen Ereignisse und die Erfahrungen der Pandemie belasten die jungen Menschen nach wie vor, es zeigen sich mehr Herausforderungen im Hinblick auf das Sozialverhalten und die psychische Gesundheit. “ so die fachliche Zusammenfassung. „Hier steht die OKJA durch die verlässlichen Öffnungszeiten der Häuser und die Professionalität der Mitarbeitenden den Jugendlichen zur Seite.“

Als Herausforderung für die nahe Zukunft sieht der Kreisjugendring in seinem Bericht die Medienkompetenz der jungen Menschen zu fördern, die Demokratiebildung auszuweiten und außerschulische Bildung durch die Jugendarbeit in den Vereinen und Verbänden zu ermöglichen.
„In den Turbulenzen der Gegenwartsehen wir es als unsere Aufgabe an, den Stellenwert der Kinder- und Jugendarbeit zu betonen. Hier können junge Menschen Anlaufstellen finden und eine ganze Menge für ihr Leben mitnehmen. Ein Abend am Lagerfeuer prägt ein Leben lang!“ so das Abschlussstatement des Kreisjugendrings im Jugendhilfeausschuss des Kreises. Abschließend bedankt sich der Kreisjugendring für das Engagement der Ehrenamtlichen und Hauptberuflichen im Kreis Siegen-Wittgenstein für ihre Arbeit mit und im Sinne der Kinder und Jugendlichen.